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Zum NewsarchivNach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 hat sich in einigen Branchen das zu Ende gehende Jahr erfreulicher dargestellt. Welche Bilanz auch im Vorjahresvergleich ziehen Sie am Jahresende 2010? Wo haben Sie Pläne übertroffen, welche Herausforderungen mussten Sie im Laufe des Jahres bewältigen?
Wie auch in den vergangenen Jahren, so konnte Teschinkasso im letzten Jahr ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Dies zeichnete sich bereits im 1. Halbjahr 2010 ab und konnte in der zweiten Jahreshälfte verstärkt ausgebaut werden. So ist es uns gelungen, unsere sehr ehrgeizig gesteckten Ziele zu erreichen und eine Umsatzsteigerung von rund 25 % im Vergleich zum Vorjahr zu erzielen. Die Anzahl der Privatinsolvenzen ist neuesten Studien zufolge um 8 % gestiegen – somit mussten wir unsere Arbeitsprozesse den gestiegenen Anforderungen anpassen. Konkret bedeutet das, dass wir noch stärker und individueller als bislang auf den Schuldner eingehen und den Dialog suchen, denn letztlich führt nur diese Methode zu einem befriedigenden Ergebnis für unseren Mandanten – und damit auch für uns.
Welche Erfahrungen mit Pfändungsschutz sicheren Konten haben Sie seit Juli gesammelt? Welche anderen Veränderungen rechtlicher oder organisatorischer Art haben Ihre Geschäfte in diesem Jahr wesentlich geprägt?
Entgegen der weitläufigen Annahme, das Pfändungsschutzgesetz führe zu Schwierigkeiten in der Zwangsvollstreckung, können wir dies nicht bestätigen. Im Gegenteil, wir haben die Vorteile des P-Kontos erkannt und uns diese zu nutze gemacht. So haben wir nun die Möglichkeit, Kontoauszüge einzusehen und so weitere Informationen zur wirtschaftlichen Situation des Schuldners zu sammeln.
Grundsätzlich ist der Markt einem stetigem Wandel unterworfen, auf den wir uns immer wieder neu einstellen. Wir behalten aktuelle Studien zum Schuldnerverhalten stets im Auge, führen eigene Scorings durch, beobachten das Schuldnerverhalten der unterschiedlichen Branchen und agieren entsprechend der Gegebenheiten.
Welche Bedeutung hat der Forderungskauf für Ihr Unternehmen? Streben Sie diese Form des Inkassogeschäftes aktiv an? Warum, warum nicht?
Bereits seit einigen Jahren kaufen wir Forderungen an. Sowohl Studien als auch unsere eigenen Erfahrungen belegen, dass das Thema in den letzten Jahren immer populärer geworden, denn die Vorteile, die der Verkauf offener Forderungen dem Unternehmen bietet, sind nicht von der Hand zu weisen. Immer mehr Unternehmen suchen gerade in Zeiten der Krise nach einer Möglichkeit, ihre Forderungen zur Liquiditätssicherung gegen sofort zur Verfügung stehende Finanzmittel abzutreten. Die Option des Factorings leistet somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Krisenbewältigung – für viele Unternehmen wären die Konsequenzen der Krise ohne den Verkauf ihrer Forderungen deutlicher zu spüren gewesen. Factoring erhöht die Liquidität unserer Partner, bringt mehr kalkulierbare Erlössicherheit und erweitert somit den unternehmerischen Spielraum.
Wie stellt sich Ihr Unternehmen gegenüber den Auftraggebern dar (gern auch mit Abbildungen, falls als Datei bitte mit 300 dpi Druckauflösung)? Wenn Sie vier zentrale Eigenschaften für Ihre Mitarbeiter definieren müssten: Welche wären es, weshalb?
Wir sehen uns nicht nur als Auftragnehmer, sondern als Partner unseres Mandanten, mit dem wir Hand in Hand zusammen arbeiten – und das nicht nur kurzfristig, sondern über viele Jahre hinweg. Unsere Mitarbeiter arbeiten in mandatseigenen Teams zusammen, so dass sowohl Schuldner als auch Mandant immer einen festen Ansprechpartner haben. Obwohl jedes Team bestens mit den Eigenheiten der jeweiligen Branche vertraut ist, gibt es natürlich gewisse Eigenschaften, die signifikant für unsere Unternehmensphilosophie sind und die jeder unserer Mitarbeiter mitbringt. Dazu gehört in erster Linie Kompetenz, denn es sollen alle Möglichkeiten des Forderungsmanagements ausgeschöpft werden. Auch Verhandlungsgeschick ist uns sehr wichtig, denn nur die notwendige Sensibilität, gepaart mit der richtigen Dosis an Härte führt zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Parteien. Zudem arbeiten unsere Mitarbeiter sehr zielorientiert und wägen Kosten und Nutzen ihrer Tätigkeiten genau ab. Abschließend ist uns Individualität sehr wichtig, denn jeder Schuldner wird von uns als Individuum betrachtet, was bedeutet, dass oftmals neue flexible Wege beschritten werden müssen.
Das aktuelle Herbst-Gutachten des BDIU zeigt, dass trotz gestiegener Zahl von Privatinsolvenzen die Inkassobranche eher mit einer besseren Zahlungsmoral rechnet. Mit welcher Prognose sowohl in dieser Frage als auch was die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Hauses angeht, starten Sie in das Jahr 2011?
Auch wir rechnen mit einer besseren Zahlungsmoral in 2011 – mit unserer dialogorientierten Strategie des Inkassos werden wir diese selbst maßgeblich beeinflussen.
Bereits in 2010 ist es uns gelungen, einen Aufschwung zu erreichen und wichtige Grundsteine für das anstehende Geschäftsjahr 2011 zu legen. Diese werden wir in 2011 weiter ausbauen. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass wir uns fortlaufend weiterentwickeln und den Ansprüchen unserer Mandanten anpassen. So haben wir beispielsweise Ende 2010 eine kostenlose App für das iphone herausgebracht, die es dem Nutzer unter anderem ermöglicht, unkompliziert und vor allem mobil Forderungen zum Einzug zu übergeben – aus unserer Sicht eine sinnvolle Neuerung, mit der wir den Puls der Zeit getroffen haben.